Verein Neue Landesbahn

Der Verein Neue Landesbahn’ wurde 2002 gegründet, als sich abzeichnete, dass sich die ÖBB von der Bahnlinie Korneuburg – Mistelbach Lokalbahnhof zurückziehen werden. Die Erhaltung als Eisenbahnstrecke und optimale Nutzung für die Landesbahn war das Ziel. Am Anfang war Skepsis weit verbreitet: Das bringt ja nichts, war ein oft gehörter Satz. In zahlreichen Gesprächen mit lokalen und überregionalen Entscheidungsträgern konnte diese von einer Machbarkeitsstudie für den Abschnitt Ernstbrunn – Mistelbach Lokalbahnhof gewonnen werden.

Das Ergebnis empfahl einen Fahrraddraisinenbetrieb, welcher später um schwerere (Eisenbahn)Fahrzeuge ergänzt werden sollte. Im Mai 2007 wurde die Weinvierteldraisine nach vielen Vorarbeiten durch Vereinsmitglieder eröffnet. Zur Betriebsführung wurde eine eigene GesmbH aus vereinsnahen Personen gegründet.

Von Beginn an fuhren mehr Gäste mit der Draisine als in der Studie selbst bei optimistischstem Szenario berechnet wurde.

In Gesprächen mit den ÖBB konnten diese überzeugt werden, zum gleichen Zeitpunkt mit dem Projekt Erlebniswelt Bahn zu starten, und Ausflugszüge nach Ernstbrunn zu führen. Damit wurde Ernstbrunn nach fast 30 Jahren wieder von Personenzügen bedient. Im Güterverkehr versuchte der Verein positive Stimmung für die Nutzung der Bahn zu erreichen. Für einen modernen Personenzugsverkehr nach Ernstbrunn wurden zahlreiche Gespräche geführt und Konzepte erarbeitet.

Nachdem die ehemalige Zugförderung Mistelbach nicht mehr genutzt wurde, konnte der Verein nach langen Gesprächen den Lokschuppen mieten, und Eisenbahnfahrzeuge dort unterzustellen. Im Laufe der Zeit wurden eigene Fahrzeuge erworben, renoviert und gewartet. So ist der Verein im Besitz einer betriebsfähigen Dampflok und mehrerer Diesellokomotiven.

2012 widmete man sich aufgrund des großen Erfolges der Weinvierteldraisine des Streckenabschnittes Asparn an der Zaya – Mistelbach Interspar und entschloss sich mit dem Zayataler Schienentaxi diese wieder unter Anwesenheit großer Politprominenz in Betrieb zu nehmen. Zur Revitalisierung der Bahnstrecke wurden und werden laufend tausende Arbeitsstunden und viel privates Geld investiert. Dafür fahren heute auf einer Strecke, welche auf dem ersten Blick kaum Potential erkennen lässt, mehr als 5000 Fahrgäste jährlich.

Die ÖBB zogen sich aus dem Bereich „Erlebnisbahn“ 2013 zurück und deshalb war es gut, dass der Verein Neue Landesbahn bereits geeignete Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit anderen Eisenbahnvereinen stellen konnte. Zur Führung der Züge nach Ernstbrunn wurde die regiobahn Leiser Berge gegründet, mit der der Verein sehr eng zusammenarbeitet. Diese treibt auch das vom Verein begonnene Projekt eines modernen Personenplanverkehrs auf der Ernstbrunner Strecke weiter voran.

Auch auf anderen Abschnitt Mistelbach Lokalbahnhof – Hohenau ist der Verein aktiv. Die Gemeinden an der Strecke konnten von der Beauftragung einer Studie über die weitere Nutzung im Güter- und Touristikverkehr überzeugt werden. Das Ergebnis empfiehlt die Erhaltung der Strecke, und der Verein arbeitet an der Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen.

2017 konnten weitere Bereiche der Zugförderung Mistelbach gemietet werden, und die Räumlichkeiten wurden adaptiert und renoviert. Nun ist auch für die Mitglieder welche in ihrer Freizeit an den Fahrzeugen arbeiten, eine adäquat Übernachtungsmöglichkeit gegeben.

Zusammengefasst:

Durch die Projekte des Vereins Neue Landesbahn (regiobahn, Schienentaxi und Draisine) kommen über 20.000 Gäste jährlich in die Region. Damit unterstützt der Verein maßgeblich die lokale Wirtschaft. Nach 15 Jahren heißt es: Die Bahn bringt schon was ….

Der Verein Neue Landesbahn bedankt sich bei allen Unterstützern und Mitgliedern für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Mehr Informationen auf der Webseite des Vereins.

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